Kürzlich fand der Deutsche Mauerwerkskongress 2009 in Dresden statt, an dem sich die AG für Steinindustrie mit einer Ausstellung ihrer "thermolith"- Bimssteine beteiligte. Im Mittelpunkt der Diskussion der Kongressteilnehmer stand zunächst die Frage, welcher Art und in welchem Umfange Wohnraum überhaupt künftig der Bevölkerung zur Verfügung gestellt werden muss. Die sogenannten Pestel-Studien (Eduard Pestel Institut, Hannover, März 2009, Juni 2009) zeigen sehr fundiert und sehr deutlich, dass auch in den nächsten Jahren ein Bedarf an Wohnraum besteht, der signifikant über dem derzeitigen Angebot liegt und von den niedrigen Neubaufertigstellungen nicht gedeckt werden kann. Davon, so wurde auf dem Kongress sehr klar herausgearbeitet, sind insbesondere die Ballungsräume mit einem zu geringen Angebot an preiswertem Wohnraum bei Geschosswohnungen und Ein- und Mehrfamilienhäusern betroffen. Der Nachholbedarf wird besonders in den Wachstumsregionen von Jahr zu Jahr steigen. So wurde auf dem Deutschen Mauerwerkskongress 2009 auch erörtert, mit welchen Maßnahmen die Lage im Wohnungsbau sinnvoll verbessert werden kann. Generell besteht in der Bau- und Immobilienwirtschaft Einigkeit, dass private Investitionen besser gefördert und die Anlageform Wohnraum gestärkt werden muss. Um die Finanzierung von Neubauten für Bauherren langfristig planbar zu machen, wäre die Verbesserung der Abschreibungssätze bei Wohngebäuden zielführend. Konkret vorgeschlagen wurden weiterhin die Erweiterung der KfW-Förderung zum energieeffizienten und seniorengerechten Umbau sowie ein KfW-Programm zur kombinierten Förderung von Abriss und Neubau. Als weitere sinnvolle Instrumente wurden Hilfen zur Unterstützung der Wohneigentumsbildung, wie beispielsweise eine Einkommensteuerermäßigung thematisiert. Veranstalter des eintägigen Deutschen Mauerwerkskongresses 2009 war die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerksbau e.V. (DGfM) gemeinsam mit der Technischen Universität Dresden und dem Fachverband Hoch- und Massivbau im Zentralverband des Deutschen Baugwerbes
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