AKTIENGESELLSCHAFT FüR STEININDUSTRIE FEIERT GEBURTSTAG


 |

Seit 90 Jahren sind Steine unser Geschäft

- Auf beiden Seiten des Rheins aktiv

Was haben die Autobahnbrücke Wiedtal, die ICE-Trasse Köln-Frankfurt und die Neuwieder Rheinbrücke gemeinsam?  Für alle diese Projekte lieferten wir, die  „Aktiengesellschaft für Steinindustrie" die Baustoffe. Und diese  Traditionsfirma, vielen besser bekannt als „Stein AG", feierte jetzt ihr 90-jähriges Bestehen mit einem großen Festakt im neuen food-Hotel, das ebenfalls mit Steinen des Neuwieder Jubiläums-Unternehmens errichtet wurde.

„AG für Steinindustrie" prangt in großen Lettern an dem Gebäude im Sohler Weg 34 in Neuwied. Dort steht die Verwaltung der „Stein AG", die 1921 von den Brüdern Hermann und Robert Tedden gegründet wurde, jedoch immer in ganz engem Zusammenhang mit der Neuwieder Fürstenfamilie stand. Wurden am Anfang noch Flächen zum Kiesabbau vom Fürstenhaus gepachtet, so stieg schon kurze Zeit später das Fürstenhaus selbst als Aktionär mit ein, ab 1950 sogar als Hauptaktionär.

Der Unternehmenszweck waren von Anfang an der Abbau und die Veredelung oberflächennaher Rohstoffe in Form von Kies und Bims - später auch von Lava und Perlite. In früheren Jahren war das Unternehmen nur auf der rechten Rheinseite und dort vornehmlich in Heddesdorf, Bendorf und im Engerser Feld tätig; aktuell erfolgt die Rohstoffgewinnung fast ausschließlich linksrheinisch überwiegend auf Flächen innerhalb der Verbandsgemeinde Pellenz.

Aufgrund dieses kleinen Einblicks in die Firmenhistorie ist nachvollziehbar, dass zum 90. Geburtstag der „Stein AG" mehr als 120 Gratulanten von beiden Seiten des Rheins den Veranstaltungssaal des Hotels füllten. Vorstandsvorsitzender Dipl.-Ing. Harald Pitzen, seit fast vier Jahrzehnten im Unternehmen tätig, begrüßte die Vertreter von Politik, Wirtschaft, Behörden und Verwaltungen.

Sein besonderer Gruß galt dem Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Mineralischer Rohstoffe, Prof. Dr. Ing. Ulrich Hahn, der als Gastredner über die Zukunftsaufgaben seiner Branche berichtete: „Es wird mittelfristig einen Anstieg im Wohnungsbau durch die wachsende Zahl der Single-Haushalte geben. Es gibt somit einen hohen Bedarf an Bauleistungen."

In seiner Laudatio blickte Frank Ackermann namens des Neuwieder WirtschaftsForums auf die bewegte Geschichte der „Stein AG" zurück, die sowohl durch Inflation und Zweiten Weltkrieg, aber auch durch nervenaufreibende Genehmigungsverfahren und Patentprozesse oftmals in ihrer Existenz bedroht war: „Doch die Gründer gehörten, wie die nachfolgenden Inhaber und Geschäftsführer, zu dem Schlag von Menschen, die von einer gewissen gutartigen Sturheit geprägt sind", erklärte Ackermann, wobei er den von der „Stein AG" erfundenen „T-Stein" erwähnte, der bezüglich Bauphysik und Formgebung richtungsweisend für die gesamte Industrie war.



« zurück zur Übersicht